Der Nachbarschaftspreis

 

Verleihung des Nachbarschaftspreises der Stadt Frankfurt 2017

 

Engagement wird oft gar nicht oder nur im Kleinen sichtbar oder wenn es im Gesellschaftshaus des Palmengartens in festlicher Atmosphäre geehrt wird.

So geschehen am 14.05.2018, als zum 17. Mal der Nachbarschaftspreis im Rahmen des Frankfurter Programms Aktive Nachbarschaft in fünf Kategorien vergeben wurde.

Mit der Veranstaltung möchte die Stadt Frankfurt die guten Geister in der Nachbarschaft in den Blick nehmen und ihr Engagement anerkennen, unterstützen und belohnen. Alle diejenigen die sich für andere einsetzten und Gutes in ihren Stadtteilen bewirken, sollen gefeiert werden.

Natürlich soll auch zur Nachahmung angestiftet werden. In diesem Jahr gab es stolze 78 Bewerbungen, so viele wie noch nie. Deswegen wurden neben den fünf Hauptpreisen in fünf Kategorien neun weitere Anerkennungspreise verliehen.

Die Dezernentin Prof. Dr. Daniela Birkenfeld war hoch erfreut über die vielfältigen und innovativen Ideen und Projekte.

In der Kategorie „Nachbarn für Nachbarn“, bei der es vor allem um soziale Angebote im Quartier geht, konnte sich die Initiative „Frühstück und Sprechen“, über 1.000,00 € Preisgeld freuen. In diesem Projekt unterstützt eine Gruppe von Nachbarinnen und Nachbarn Neuankömmlinge im Alltag.

Um Bildung- und Gesundheitsförderung geht es in der Kategorie „Chancen im Quartier“, in der in diesem Jahr Frau Hannah de Graaw-Rusch für zwei Bildungsangebote ausgezeichnet wurde. Der Frankfurter Verein Sossenheim e.V. wurde für sein Engagement für Kinderkultur in Sossenheimer Schulen von der Jury in der Kategorie „Kultur vor Ort“ prämiert.

Das Kooperationsprojekt Denk-mal-Pflege der Friedrich-Ebert-Schule und der Henry-und Emma-Budge-Stiftung fördert die altersgemäße Auseinandersetzung von Schülerinnen und Schülern mit dem Holocaust, beispielsweise durch Zeitzeugengesprächen und die Pflege von Gedenkstätten. Dieses Engagement wurde in der Rubrik „Alt und Jung“ als besonders ehrenwert eingeschätzt. Der fünfte Hauptpreis in der Kategorie Picobello, die der Verschönerung des Wohnumfeldes dient, ging an die Paul-Arnsberg-Initiative die den gleichnamigen Platz durch verschiedene Aktionen lebenswerter gestaltet und damit einen Treffpunkt für die Nachbarschaft belebt hat.

Von den neun Anerkennungspreisen wurden in der Kategorie „Nachbarn für Nachbarn“ zwei Preise verliehen. Ein Preis ging an die Gruppe der Pontifeen, die sich in Fechenheim dafür einsetzen, dass niemand im Alter alleine bleiben muss. Der zweite Preis ging an Frau Johanna Pabla für ihr vielfältiges nachbarschaftliches Engagement in Bockenheim.

Für ihre ehrenamtliche Berufsberatung erhielt die Unterliederbacherin Frau Barbara Fitterer einen Anerkennungspreis der Kategorie „Chancen im Quartier“.

In der Sparte „Kultur vor Ort“ wurden Frau Heidi-Fletterer für ihr mobiles Zirkusprojekt „Koffer-Circus“ sowie Frau Margeritta Bajaras für das Projekt „Musikmärchen für Familien“ mit Anerkennungspreisen bedacht. Zwei Anerkennungspreise gab es auch in der Kategorie „Picobello“, einmal für die Begrünung der Westerbachstrasse in Rödelheim durch Herrn Helmut Schröder und zudem für das Projekt „Sauberer Taunusblick“, bei dem sich Jugendliche für das Erscheinungsbild ihrer Siedlung engagieren.

In der Kategorie „Alt und Jung“ wurde das außergewöhnliche Engagement der 97-jährigen Frau Magda Lorant gewürdigt, die neben ihrem Buchprojekt „Ein Leben auf der Flucht“ verschiedene kulturelle Angebote für ältere Menschen ins Leben gerufen hat, um ihnen Mut und Hoffnung zu geben.

Der gesamte Abend war gelungen und die Stimmung bei den Gästen außerordentlich gut. Die Menschen kamen bei kulinarischen Köstlichkeiten ins Gespräch, lernten weitere Engagierte aus anderen Stadtteilen kennen und konnten sich an der musikalischen Begleitung der Band Coffee` n Cream erfreuen.

 

Ansprechpartner für Rückfragen

Jugend- und Sozialamt 51.12 | Aktive Nachbarschaft und Projekte
Eschersheimer Landstraße 241–249 | 60320 Frankfurt am Main
Thomas Schäfer, Telefon 069/212-38884
e-mail: nachbarschaftspreis@frankfurt-sozialestadt.de
Fax: 069/212-974 6619

 

Impressionen von der Preisverleihung 2017: