Der Nachbarschaftspreis

Gruppenbild der Preisträger der Nachbarschaftspreise 2014/2015

 

Der Nachbarschaftspreis wird auf Initiative eines Stadtverordnetenbeschlusses seit dem Jahr 2000 jährlich ausgeschrieben.

Bewerben können sich Einzelpersonen, Gruppen und Initiativen aus dem gesamten Stadtgebiet, auch Vorschläge Dritter sind möglich. Die eingereichten Projekte, gleich welcher Art, sollen entweder im Ausschreibungszeitraum erfolgreich durchgeführt sein oder aber, sofern sie noch in Planung sind, zumindest in ersten Schritten begonnen sein. Durchschnittlich gehen rund 60 bis 70 Bewerbungen und Vorschläge ein, die jeweils einen aussagekräftigen Text zur Beschreibung des nachbarschaftlichen Engagements, einige Fotos sowie eine Einverständniserklärung umfassen müssen.

 

Was will der Wettbewerb honorieren und fördern?

Im Beschluss der Stadtverordnetenversammlung heißt es: „Mit dem jährlichen Nachbarschaftspreis soll das Engagement von Bewohnerinitiativen ausgezeichnet werden. Selbstorganisierte Aktivitäten der Bewohnerinnen und Bewohner, die die Integration von verschiedenen Bevölkerungsgruppen und Nationalitäten fördern, sind zu berücksichtigen.“

 

Weitere Kriterien sind
  • Was wurde getan, damit die Wohnsiedlung positiv im Stadtteil wahrgenommen und das Wohnumfeld verbessert wird?
  • Was wurde zur Akzeptanz und Integration von Migranten, Kindern, Jugendlichen und Senioren getan?
  • Was wurde getan, um Arbeitslosigkeit zu thematisieren und zu bekämpfen?
  • Was wurde getan, um die Bildungschancen im Quartier zu erhöhen?
  • Was wurde getan, um nachbarschaftliche Unterstützung und Kontakte zu stärken?
  • Was wurde getan, um das kulturelle Leben im Stadtteil zu bereichern?
  • Was wurde getan, um die Nachhaltigkeit von Projekten und Perspektiven zu sichern?

 

Die Kategorien

Die Kategorien wurden bei der Ausschreibung des Nachbarschaftspreises 2014/15 reformiert. Statt der in früheren Jahren üblichen Unterteilung in „Kategorie I“ (bestehende Projekte) und „Kategorie II“ (Projekte in Planung) wurden fünf neue inhaltlich ausgerichtete Kategorien festgelegt, in denen jeweils ein Preisträger ermittelt wird. Die Bewerber sind gebeten, ihr Projekt je nach Schwerpunktsetzung einer dieser Kategorien zuzuordnen bzw. im häufigen Fall, dass gleich mehrere Kategorien passend sind, die Kategorie zu wählen, die sie persönlich als besonders kennzeichnend für ihr Projekt betrachten. Letztlich entscheidet die Jury, der die Wahl der Preisträger obliegt, über die Berücksichtigung der einzelnen Projekte in den jeweiligen Kategorien.

Für den Nachbarschaftspreis 2014/15 waren folgende Kategorien ausgeschrieben:

Nachbarn für Nachbarn
Gegenseitige private Hilfen und Unterstützung aller Art, soziale Angebote im Quartier.

Kultur vor Ort
Nachbarschaftsfeste, Konzerte und andere kulturelle Angebote sowie Projekte, die besonders dem guten Miteinander der Kulturen dienen.

Alt und Jung
Projekte, die sich für das Miteinander der Generationen einsetzen, und Angebote für Groß und Klein im Quartier.

Chancen im Quartier
Projekte, die der Bildungs- und Gesundheitsförderung, Qualifizierung und Beschäftigungsförderung in den Stadtteilen dienen.

Picobello
Projekte zur Verschönerung des Wohnumfelds, zum Beispiel „urban gardening”, Kunst im öffentlichen Raum, Müllsammelaktionen oder ähnliches.

 

Die Entscheidung

Eine Jury, bestehend aus zwölf Mitgliedern aus verschiedenen Ämtern der Stadtverwaltung, Vertretern der Wohnungswirtschaft, der Sozialverbände und der größeren Fraktionen des Frankfurter Stadtparlaments, entscheidet über die Preisvergabe. Nach einer mündlichen Aussprache werden die Preisträger in der Regel in schriftlicher Wahl ermittelt. Über die Hauptpreise in den einzelnen Kategorien hinaus kann die Jury zusätzlich kleinere Anerkennungen in Form von Sachpreisen an vorbildliche Initiativen aussprechen.

 

Die Preisverleihung

Eine Besonderheit beim Nachbarschaftspreis ist, dass grundsätzlich alle Bewerberinnen und Bewerber zur Preisverleihung eingeladen werden. Sie findet in festlichem Rahmen meist im Römer statt. Die Preisträgerinnen und Preisträger werden erst auf der Veranstaltung selbst überrascht, was regelmäßig für schöne Momente sorgt.

Ziel der gemeinsamen Veranstaltung mit allen Engagierten ist aber auch, die einzelnen Projektverantwortlichen miteinander in Kontakt zu bringen. So – und auch über die Broschüre, in der ebenfalls alle Bewerbungen veröffentlich werden, – sollen gegenseitiger Ansporn und Austausch gefördert werden. Das gemeinsame Essen zum Abschluss der Preisverleihung und die kommunikative Atmosphäre unterstützen dies.

 

Ansprechpartner für Rückfragen

Jugend- und Sozialamt 51.12 | Aktive Nachbarschaft und Projekte
Eschersheimer Landstraße 241–249 | 60320 Frankfurt am Main
Thomas Schäfer, Telefon 069/212-38884
e-mail: nachbarschaftspreis@frankfurt-sozialestadt.de
Fax: 069/212-974 6619

 

Die Preisträger 2015 –
Impressionen von der Preisverleihung: